Rellinghausen

Ortstafel Rellinghausen

Die längste Straße ist die Frankenstraße (1,21 km), am steilsten ist der Pilgrimsteig (10,3 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht die Renteilichtung (117 m ü. NHN).

Rellinghausen liegt im Südosten von Essen und gehört zum Stadtbezirk II, der unter anderem auch Rüttenscheid, Bergerhausen und Stadtwald umfasst. Der Ortsteil zählt zu den kleineren, zugleich aber auch zu den ältesten Stadtteilen der Ruhrgebietsstadt. Geprägt wird Rellinghausen vor allem von ruhigen Wohnlagen, die sich mit einem ungewöhnlich dichten Bestand an historischer Bausubstanz verbinden.

Den Mittelpunkt bildet der gewachsene Ortskern rund um den Stiftsplatz mit der katholischen Pfarrkirche St. Lambertus, die zwischen 1826 und 1829 errichtet wurde. Weitere sehenswerte Bauten sind die barocke St.-Annen-Kapelle von 1701, der 1567 entstandene Blücherturm sowie das nahe gelegene Schloss Schellenberg. Kulturell setzt das seit 1977 in der ehemaligen Rübezahlschule untergebrachte Kunsthaus Essen Akzente. Sichtbare Spuren des einstigen Bergbaus sind im heutigen Stadtbild dagegen kaum noch zu finden, sodass der Stadtteil heute überwiegend als wohnlich und traditionsreich wahrgenommen wird.

Namensherkunft

Der Name geht auf einen frühmittelalterlichen Hof namens „Ruoldinghus" beziehungsweise „Ruodlinghus" zurück, der sich über die Form „Rellekhusen" allmählich zum heutigen Rellinghausen entwickelte.

Geschichte

Die Wurzeln Rellinghausens reichen bis in die Zeit nach 860 zurück, als der Ort als „Rellekhusen" überliefert ist; er ging aus einem Oberhof des Ehepaars Eggihard und Rikilt hervor. Über Jahrhunderte bestimmte das Damenstift Rellinghausen, ein Konvent für adelige Frauen, die Geschicke der Siedlung – sein tausendjähriges Bestehen wurde 1996 begangen. Im 18., 19. und frühen 20. Jahrhundert hinterließ auch der Steinkohlenbergbau seine Spuren, etwa mit der seit 1749 bezeugten Zeche Herrenbank sowie den Zechen Schnabel ins Osten und Gottfried Wilhelm. Wegen finanzieller Schwierigkeiten wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde am 1. April 1910 auf eigenen Wunsch nach Essen eingegliedert.

Quellen: Essen-Rellinghausen – Wikipedia; Rellinghausen Startseite – essen.de; Geschichte des Stadtteils Rellinghausen – essen.de

3.519
Einwohner
1,48 km²
Fläche
2.378 /km²
Bevölkerungsdichte
II (2)
Stadtbezirk
45134
PLZ
1910
Eingemeindung
42
Straßen
13,4 kmStraßennetz
Gesamtlänge
15
POIs
10,1 /km²
POI-Dichte
52–117 müber NHN
Höhenlage